RUDAR - Roskilde University Digital Archive >
RUCs Digitale Projektbibliotek / RU Digital Project Library  >
RUC overbygningsrapporter / RU Projects: Degree Programs >
OB fagkombinationer: Rapporter / Degree Studies: Projects >

Please use this identifier to cite or link to this item: http://hdl.handle.net/1800/2712

Title: Der Deutsche Kolonialroman der Kaiserzeit
Other Titles: Frieda von Bülows "Tropenkoller" und "Im Lande der Verheißung"
Authors: Brasch, Anna Sophie
Advisor : Wucherpfennig, Wolf
Keywords: Kolonialroman
Kaiserzeit
Frieda von Bülow
Tropenkoller
Im Lande der Verheißung
Fremde
Edward W. Said
Repräsentation
Natur
Kultur
Nervosität
Kampf ums Dasein
Examination Date: 15-Jun-2007
Issue Date: 15-Aug-2007
Abstract: Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Kolonialroman der Kaiserzeit, für den Frieda von Bülows Romane „Tropenkoller“ und „Im Lande der Verheißung“ exemplarisch ausgewählt wurden. Untersucht wird die Darstellung des Fremden, was gleichbedeutend ist mit der Darstellung des Selbst. Die Analyse stützt sich auf eine postkoloniale Kulturwissenschaft in der Nachfolge Edward W. Saids; grundlegende Annahmen sind, dass Orient und Okzident vom Menschen geschaffene Kategorien sind, die nicht mit der Realität übereinstimmen, sondern vielmehr Repräsentation aus einem bestimmten Kontext heraus sind – diese Aspekte gilt es, im Medium des Literarischen zu untersuchen. Methodisch bedeutet dies, dass der Text auf seine „strategic location“ hin untersucht wird, d.h. die Position des Autors gegenüber des Kolonialismus. Die Darstellung von Eigenem und Fremdem bei Bülow unterliegt zwei Dimensionen, einerseits der darwinistischen Vorstellung einer Höherentwicklung der menschlichen Zivilisation. Andererseits erfolgt die Darstellung von Afrikanern als Naturvolk und Europäern als Naturvolk maßgeblich über das Konzept der Nervosität. Die beiden Romane unterscheiden sich dabei in der Ausdeutung des Nervositätskonzeptes: So ist „Tropenkoller“ weitaus kulturpessimistischer als „Im Lande der Verheißung“. Diese Repräsentation des Eigenen und des Fremden steht im Kontext der Rechtfertigung des Kolonialismus. Auch diese unterliegt der darwinistischen Grundhaltung, nämlich des „Kampfes ums Dasein“ zwischen den europäischen Großmächten. Die skizzierte Darstellung des Eigenen und des Fremden in Bülows Romanen erfolgt jedoch nicht ohne Brüche.
URI: http://hdl.handle.net/1800/2712
Education: Thesis
Education: Tysk /German - not master thesis
Appears in Collections:Tysk rapporter / German Projects
OB fagkombinationer: Rapporter / Degree Studies: Projects

Files in This Item:

File Description SizeFormat
Projektarbeit Kolonialroman.pdf800KbAdobe PDFView/Open


This item is protected by original copyright

Recommend this item

Items in RUDAR are protected by copyright, with all rights reserved, unless otherwise indicated.

 

Valid XHTML 1.0! RUDAR Software Copyright © 2002-2006 MIT and Hewlett-Packard